Routine | 5 Tipps für die planende Workingmum.

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Von täglicher Routine kann ich gerade nicht sprechen. Es gibt zwar eine grobe Planung für die kommenden Monate, Wochen, … aber unter grob verstehe ich definitiv grob. Es sind die Geburtstage in den Kalendern gekennzeichnet, Wochenend-Aktivitäten, Dienstreisen und Urlaube. Aber geht’s dann um die Details, wirds etwas chaotisch. Oder sagen wir besser: Halleluja, wir sind im digitalen Zeitalter angekommen. Ein Radiergummi hätte bereits den Geist aufgegeben!

Routine | für die Kinder

Seit ich Mama bin, hat das Wort “Routine” für mich eine neue Bedeutung bekommen. Es steht für mich für eine gewissen “Grundruhe”, und unter Ruhe ist nicht die Ruhe im Sinne von Lärm gemeint. Nein, definitiv nicht. Grundruhe geht bei mir einher mit Attributen die das Verhalten meiner Kinder beeinflussen. Unsere tägliche Routine wurde gerade im Mai auf eine große Probe gestellt. Die vielen Feiertage, Familientermine, anders gelagerten Arbeitstage haben etwas Unruhe in unseren täglichen Ablauf gebracht.

Es beginnt bei den Aufwach- und Schlafengehzeiten, über den Mittagsschlaf (oder nicht) bishin zum Essverhalten. Wenn eine Woche plötzlich 2 Kindergarten freie Tage mehr hat (Pfingsten), oder der Feiertag mitten in der Woche ist, kann es schon zur Verwirrung mancher Kinderseele kommen. “Ich mag aber in den Kindergarten!!!”. Kaum ist wieder Routine am Plan, geht das ganze natürlich auch umgekehrt: “Ich will heut nicht in den Kindergarten!”, “Ich will kein Mittagskind sein!!!” … Tja.

Ist schon klar, da müssen wir alle durch – auch die Kinder. Aber an denen erkennt man zuerst, dass etwas nicht ganz nach Plan verläuft. Dazu kommt noch der ein oder andere Entwicklungsschub, der zusätzlich seines dazu beiträgt.routine, kinder, workingmum

Routine | für die Eltern

Wir Eltern waren logistisch sehr gefordert, denn auch unsere Routine war außer Plan. Die Woche musste neu angelegt werden. Fremdbetreuung und Arbeitstage umorganisiert. Das Elterntaxi musste im Mai eine andere Flexibilität an den Tag legen. Genauso die Omi, die Tagesmutter, die Nachbarin und der Arbeitgeber. Da haben wir ziemliches Glück und sind gesegnet mit einem kooperativen Netzwerk!!!

Unsere Strategie an solchen Tagen ist, so zu tun, als ob nix wär. Also Programm wie immer! Kindergarten und Omi kann ich zwar nicht kopieren, aber zumindest ein entsprechendes Alternativprogramm anbieten. Da ist Kreativität gefragt. Aber mit der Elternschaft hat man ja auch diese mit in die Wiege gelegt bekommen! 😉 Kreativität für alle Belange!

Routine | für die Workingmum

Die Rahmenbedingungen sind bei mir recht klar abgesteckt. Ich arbeite in Teilzeit und pendle nach Wien. Ich darf auch im Homeoffice arbeiten, bevorzuge ich in der Regel aber meinen regulären Arbeitsplatz. Bin jedoch gleichzeitig sehr dankbar über die Möglichkeit auch im Homeoffice zu bleiben, denn das verschafft mir die Flexibilität, die mein Mann und ich benötigen um unseren Kindern ihre Routine zu bewahren.

 

5 Workingmum Tipps für die tägliche Routine

Das sind meine persönlichen Helfer um in stressigen Zeiten die Routine nicht aus den Augen zu verlieren und die mich dabei unterstützen meinen Alltag zu strukturieren. So, dass niemand zu kurz kommt, möglichst nichts vergessen wird, und Mama glücklich ist und das Familienleben genießen kann:

  1. Ohne Kalender wäre ich komplett im Eck. Ich würde alles vergessen, würde ich es mir nicht aufschreiben. Ich kalendere sogar doppelt. Einmal digital, ein Mix vom Firmenkalender und meinen Privaten. Und einmal klassisch in Print, noch  klassischer in Moleskine. Das Mittlere Format. Weil – das ist fast A5. Dazu hab ich eine Hülle, die mir die ganzen vielen Zettel aus dem Kindergarten, Rechnungen, Belege, Prospekte zusammen hält. Weil – die werden in der entsprechenden Kalenderwoche dazu geklammert, dass ich nix vergesse oder übersehe. Dieser Kalender ist wie mein Hausschlüssel. Heilig!!!
  2. Jour-Fix mit meinem Sparringpartner. Bei uns: mein Mann! Ohne ihn geht nix. Wir schaukeln die Planung gemeinsam. Natürlich mit dem Support unseres Netzwerks, dass dann im Fall der Fälle bei den Jour-Fix hinzu gezogen wird! 😉 Es sollte in Zukunft einfacher werden, denn auch der Bub ist bald ein Kindergartenkind. Und zwei Kinder an einem Ort, phoaaaaa … was für ein logistischer Luxus!!! Der regelmäßige Austausch und Kalenderabgleich ist für uns enorm wichtig – wir sind beide nicht so die spontansten, und alles was wir planen können, verschafft Erleichterung in der täglichen Routine bzw. in Ausnahmezeiten!
  3. Ich liebe meine Haushaltshelfer. Sie sind zwar nicht menschlich, aber sie erleichtern mir das Leben ungemein. Dazu zählen: Staubsaugerroboter, Handstaubsauger, Geschirrspüler, Waschmaschine, Wäschetrockner. Ohne die 5, wär ich aufgeschmissen. Ich hab nämlich gerne eine “Grundordnung”. 😉 Ich mag kein herumstehendes Geschirr, keine Wäscheberge, keine Brösel am Boden. Alle anderen Haushaltsaktivitäten (Staubwischen, Bad und WC putzen, Blumen gießen, Wäsche verräumen, Betten ausbetten…) werden in der Tagesroutine nebenbei mitgemacht. Ich mach ungern leere Kilometer im Haus. Ein Spleen, der mir mehr “Freizeit” verschafft. Für Grundputz-Aktionen (Fenster, Türen, Küche, …) nehme ich mir extra Zeit!
  4. Bei mir liegt auch immer irgendwo ein Block mit Stift herum. Meistens in der Küche. Hier wird laufend die Einkaufsliste ergänzt und wichtige To-Dos notiert, die nicht zwingend im Kalender stehen, aber gerne vergessen werden. Mit der Liste gehts zum Mama-Shopping. Den Großeinkauf mache ich meistens einmal die Woche. Geht es sich bei mir nicht aus, übernimmt den Job der Mann. Teamwork. Schaffen wir es mal überhaupt nicht, ist unser Tiefkühlschrank gut gefüllt und wir können auf vorgekochte, eingefrorene Köstlichkeiten zurück greifen. (Hui, der Tiefkühlschrank gehört natürlich zu den Haushaltshelfern!!!)
  5. Auszeit, ja die gehört auch dazu. Zeit für mich, zum Durchatmen, zum Batterien aufladen, Zeit für Gespräche, Zeit in der Natur. Ich nehme mir diese Zeit, wenn die Kinder schlafen. Entweder geh ich eine flotte Runde durch die Weinberge. Oder, wenn ich mit den Kindern alleine bin, einfach nur eine Genießer-Runde durch den Garten. Das genügt meistens in stressigen Phasen … da zählt jede Minute!

Es sind oft nur Kleinigkeiten, die einem das tägliche Leben erleichtern. Eine gewisse Routine und Regelmäßigkeit gehört für mich dazu. Es trägt zu einer positiven Stimmung bei und hilft mir bei spontanen Planänderungen, gelassen an die veränderte Situation heranzugehen. Weil, nix ist mühsamer, als eine gestresste Workingmum, die ihre Laune an der restlichen Familie aus lässt … oder?

Gibts noch jemanden, der so auf Routine steht wie ich? Welches Muster prägt eure Planung? Plant ihr überhaupt oder lebt ihr ganz chillig in jeden Tag neu hinein? Ich wäre interessiert, wie alternative Lebensmodelle im Tagesablauf funktionieren? Erzählt mal! Ich freu mich auf Feedback!

In diesem Sinne …

2 Kommentare

  1. Liebe Caro,
    bin auch ein großer Fan von Routine – und vor allem, seit ich Mama geworden bin. 🙂 Das erleichtert das Leben ungemein.
    Haushaltshelfer, Zeitpläne, Zetteln zum Aufschreiben, da erkenne ich mich ganz und gar wieder! Sortiere auch sehr gerne meine Einkaufsliste nach Shops und nach der Reihenfolge des Wegs, hilft auch beim Zeit sparen. 🙂
    Liebe Grüße, Tammy

    • Caroline

      liebe tammy, danke für dein feedback! ich treib es sogar noch eine spur weiter … ich schreib die listen nach regalen im zb hofer – in der reihenfolge der route durchs geschäft! aber verrats nicht weiter! 😉 weil falls ich mal nicht zum mama-shoppen komme und der mann das übernehmen muss, bin ich seine superheldin, wenn er mit meiner liste den schnellsten weg durch das grauen findet! hab ein schönes wochenende! liebe grüße, caro

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